Donnerstag, 26. Januar 2012

Linke-Fraktion für Legalisierung des Cannabis-Konsums in Ciubs
Ärzte-Präsident Montgomery: Für ausschließlich medizinische Indikation

Cannabis ist nicht erst seit 1937 als legales Arzneimittel bekannt (wie dieser Extrakt
aus den 
USA.  Schon ein chinesischer Kaiser empfahl  2737 v.Chr.das Rauschmittel
als Arznei, und auch 
die Äbtissin Hildegard von Bingen erwähnte im Mittelalter 
Hanf als Arznei
Cannabis-Produkte wie Haschisch oder Marihuana sind als illegale Einstiegsdrogen verboten. Cannabis ist aber auch ein hochwirksames Schmerzmittel und wird - mittlerweile legal - in der Schmerztherapie als Nebenwirkungsarme Alternative zu anderen Präparaten eingesetzt. Der Präsident der Bindesärztekammer (BÄK), Dr. Frank Ulrich Montgomery, hat sich jetzt gegen eine von den Linken geforderte generelle Legalisierung in so genannten "Cannabis Clubs" und für die rein medizinische Cannabis-Indikation ausgesprochen.

Für den medizinischen Eigenbedarf sei eine Legalisierung des Besitzes und Anbaus von Cannabis nicht zielführend, so Montgomery: "Lediglich bei Patienten, die an einer Erkrankung leiden, bei der der Nutzen von Cannabisprodukten wissenschaftlich nachgewiesen ist, kann eine Therapie mit Extrakten der Hanfpflanze sinnvoll sein."

"Aufklärung und Drogenprävention statt Freigabe von Cannabis", forderte  Montgomery. Der Antrag der Linken im Gesundheitsausschuss des Bundestages, den Anbau und den Konsum über sogenannte Cannabis-Clubs zu legalisieren, widerspreche einem wirksamen Gesundheitsschutz. Der Drogenkonsum könne zu massiven akuten wie auch chronisch gesundheitlichen Schädigungen führen. "Eine Legalisierung dieser Einstiegsdroge kann die schädliche Entwicklung noch fördern", sagte Montgomery. Nach aktuellen Zahlen betreiben etwa 600.000 Personen in Deutschland Cannabis-Missbrauch oder sind von Cannabis abhängig.

Er reagierte damit auf einen Antrag der Linken im Gesundheitsausschuss des Bundestages, den Anbau und den Konsum über sogenannte Cannabis-Clubs zu legalisieren.

Der drogenpolitische Sprecher der Fraktion Die Linke im Bundestag, Frank Tempel, begründete den Vorstoß seiner Partei damit, dass die anhaltende Kriminalisierung von Cannabis-Konsum  keinerlei positive Effekte für die Gesellschaft besitze. Die Bundesregierung verwende rund 1,6 Milliarden Euro „für Repressionen“ und liege damit an der europäischen Spitze, sagte er.

Das Ergebnis dieser Politik sei ein ausufernder Schwarzmarkt, fehlendes sogenanntes Drug-Checking, um mögliche gesundheitsgefährdende Streckmittel zu erkennen, sowie fehlende Mittel für Aufklärungs-, Bildungs- und Präventionskampagnen.

jos

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