Einige hundert Frauen klickten ebenfalls bereits das Portal der Cyber-Ärzte an. Schwerpunkt bei den weiblichen Patienten: Verhütung, Blasenentzündung, chronische Erkrankungen, Diagnose und Behandlung von Geschlechtskrankheiten sowie Reisemedizin.
Die medizinischen Internet-Unternehmer mit Sitz in London reden sich und ihren Kunden den absoluten Schwerpunkt "Hilfe für Männer mit Erektionsproblemen" harmlos:
"Bislang gab es nur den mit Peinlichkeit belasteten Gang zum lokalen Arzt oder den gefährlichen, aber einfachen Zugang zum weltweiten Schwarzmarkt für Potenzmittel im Internet."
Ist der schnelle Online-Click-Zugang zum Rezept für Viagra, Cialis und Co. wirklich eine sichere und harmlose Alternative zur Untersuchung und Behandkung beim Arzt des Vertrauens vor Ort?
Kaum. Verschwiegen werden gerade beim Thema der Erektions-Pillen von den Online-Ärzten offensichtlich die ganz erheblichen Risiken, denen sich Patienten unter Umständen aussetzen, wenn sie der Standhaftigkeit wegen die hochwirksamen, aber alles andere als harmlosen Medikamente vor dem Liebesspiel schlucken. Verantwortungsbewusste Mediziner verschreiben Viagra oder Cialis nur nach einer gründlichen Untersuchung auf mögliche Risiken in Richtung Herzerkrankungen und Kreislauf - sonst könnte das Schäferstündchen mit Pillen-Turbk leicht das letzte sein.
Diese Untersuchungen sind online natürluch nicht möglich und werden - wenn überhaupt - durch eine Online- oder Telefonbefragung "ersetzt".
Da ist das erste Opfer der Online-Ärzte fast vorhersehbar.
Ausgesprochen leichtsinnig und leichtgläubig dürftrn auch Behandlingen von allerlei chronischen Erkrankungen per Mausclick und Griff zum Telefonhörer sein.
Der chronischLEBEN-Tipp: Wer mehr als einen Schnupfen kurieren lassen will, sollte unbedingt den Arzt seines Vertrauen vor Ort besuchen. Die wirklich individuelle und gründliche Diagnose nach gründlicher Untersuchung sowie eine daraus resultierende Therapie ist im Cyber-Sprechzimmer nicht zu erwarten.
jos



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