Seit April 2009 ist Psracetamol nur noch bis 10 Gramm Gesamtwirkstoffmenge pro Packung frei erhältlich. Damals gaben sich häufende Meldungen über Suizide den Ausschluss für die teilweise Rezeptpflicht.
Am 10. Januar 2012 wollen sich die Sachverständigen beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukt (BfArM) in Bonn mit der Frage befassen, ob Paracetamol komplett der Verschreibungspflicht unterstellt werden soll.
Seit einigen Monaten werden die Forderungen nach der kompletten Rezeptpflicht wieder laut. Die Giftnotrufe beklagen Vergiftungen mit Paracetamol.
"Dieser Schritt ist längst überfällig, da eine Überdosierung schwere Nebenwirkungen verursacht", zitiert die Nachrichtenagentur dpa den Leiter des Giftnotruf-Zentrums Erfurt, Dr. Helmut Hentschel.
Die Vergiftungszahlen hatten sich trotz der Teil-Rezeptpflicht seit April 2009 kaum verändert. "Wir haben fast jeden Tag einen Paracetamol-Fall", klagt der Arzt.
Rund fünf Prozent aller Giftnotrufe gingen auf Paracetamol zurück. Allein im vergangenen Jahr seien 360 Vergiftungen mit dem Analgetikum registriert worden.
Das Risiko ist einfach zu hoch"
Hentschel: "Das Risiko ist einfach zu hoch, deshalb sollte ernsthaft über eine Rezeptpflicht nachgedacht werden."
Die gesetzlichen Krankenversicherungen wenden jährlich fast 125 Millionen Euro für die Behandlung von Nebenwirkungen der NSAR auf. Geschätzt wird, dass bis zu 2200 Menschen in Deutschland jährlich an Komplikationen sterben. Die Dunkelziffer dürfte nach Meinung von Kritikern deutlich höher liegen.
Das BfArM argumentiert gegen die totale Rezeptpflicht für Paracetamol mit dem Hinweis, dass die Anzahl der jungen Mädchen, die mit Paracetamol Suizid begangen haben, in Deutschland seit Einführung der rezeptfreien Mengenbegrenzung 2009 deutlich zurück gegangen sei.
Auch ASS, Ibuprofen und Diclofenac in der Diskussion
Die gesetzlichen Krankenversicherungen wenden jährlich fast 125 Millionen Euro für die Behandlung von Nebenwirkungen der NSAR auf. Geschätzt wird, dass bis zu 2200 Menschen in Deutschland jährlich an Komplikationen sterben. Die Dunkelziffer dürfte nach Meinung von Kritikern deutlich höher liegen.
Das BfArM argumentiert gegen die totale Rezeptpflicht für Paracetamol mit dem Hinweis, dass die Anzahl der jungen Mädchen, die mit Paracetamol Suizid begangen haben, in Deutschland seit Einführung der rezeptfreien Mengenbegrenzung 2009 deutlich zurück gegangen sei.
Auch ASS, Ibuprofen und Diclofenac in der Diskussion
Thema der Ausschusssitzung im September 2010 war die Begrenzung der Packungsgröße für weitere nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR), darunter ASS, Ibuprofen und Diclofenac auf eine Therapiedauer von vier Tagen.
Diese entzündungshemmenden Schmerzmittel sind in in vielen europäischen Ländern nur in der Gesamtmenge für eine Therapiedauer von rund vier Tagen rezeptfrei.
Letztlich hatte Ausschuss des BfArM den Vorschlag im Herbst mehrheitlich abgelehnt. Aber auch diese Begrenzungen werden erneut am 10. Januar erneut beraten, gemeinsam mit dee kompletten Rezeptpflicht für Paracetamol.
jos
Diese entzündungshemmenden Schmerzmittel sind in in vielen europäischen Ländern nur in der Gesamtmenge für eine Therapiedauer von rund vier Tagen rezeptfrei.
Letztlich hatte Ausschuss des BfArM den Vorschlag im Herbst mehrheitlich abgelehnt. Aber auch diese Begrenzungen werden erneut am 10. Januar erneut beraten, gemeinsam mit dee kompletten Rezeptpflicht für Paracetamol.
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