Mittwoch, 14. Dezember 2011

Apotheken Umschau: Warum Ärzte keine Angst vor Arztportalen haben müssen
"Plattform für Denunziation" oder "Jubeltreff braver Patienten"?

Glaubt man Arztbewertungsportalen wie der "Weissen Liste", sind fast alle

Patienten mit "ihren" Ärzten mehr oder weniger hochzufrieden.
Zunächst machte sich eine milde bis mittlere Form von Panik breit bei den Ärzten als die ersten Internetportale ihre Tore öffneten, die dazu einluden, den "Dienstleister Arztpraxis" kritisch unter die Lupe zu nehmen und zu bewerten. Glaubt man einem Berichjt der "Apotheken Umschau" atmen die Mediziner mittlerweile wieder erleichtert auf: Alles halb so schlimm - fast die gesamt Kundschaft ist brav begeistert von den Ärzten ihres Vertrauens.

Unrat witterten die Ärztefunktionäre angesichts der drohenden kritischen Beobachtung im Cyberspace. Von einer "Plattform für Denunzianten" sprach etwa Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer als erste Arzt-Bewertungsportale im Internet erschienen.

Die "Apotheken Umschau" gab jetzt Entwarnung. "Alles halb so schlimm und eigentlich ganz harmlos" ist die Reaktion mittlerweile auch in der Ärzteschaft.

Es gibt in Deutschland ein gutes Dutzend Bewertungsportale. Rund zehn Prozent der Versicherten haben sie schon einmal besucht. "Alle Untersuchungen zeigen, dass in den Portalen überwiegend Positives berichtet wird", sagt Professor Daniel Strech, Medizinethiker an der Medizinischen Hochschule Hannover.

Neun von zehn Patienten würden ihren Hausarzt "bestimmt" oder "wahrscheinlich" weiterempfehlen, ergab beispielsweise ein Pilotprojekt zum Portal "Weisse Liste", das unter Experten als recht zuverlässig gilt. Dieses Ergebnis spricht dann doch eher für einen "Jubeltreff braver Patienten" in den einschlägigen Portalen. Für den Nutzer, so die Apotheken Umschau, sei der Qualitätsstandard der Angebote allerdings nicht leicht erkennbar.

jos

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